Qualitätsfleisch aus tiergerechter und umweltschonender Haltung

15.08.2018
Vorführung zur Ferkelkastration im Versuchsgut der Uni Bonn: Isofluranbetäubung ist praxisreif und sicher

Königswinter-Vinxel, den 15.08.2018: Der NEULAND e.V. hat am 14.08.18 gemeinsam mit dem Institut für Tierwissenschaften der Universität Bonn auf deren Lehr- und Forschungsstation Frankenforst eine Vorführung zur Ferkelkastration durchgeführt. Dabei wurde die Betäubungsanlage PIGNAP der Firma WALDER aus der Schweiz vorgestellt.

„Wir setzen die Betäubungsanlagen PIGNAP schon seit zehn Jahren erfolgreich im NEULAND-Qualitätsfleischprogramm ein. In den letzten Jahren wurden einige Verbesserungen an dem Gerät vorgenommen, sodass jederzeit die notwendige Betäubungstiefe und Arbeitssicherheit erreicht wird“, so Jochen Dettmer, Vorstandssprecher von NEULAND e.V.. Gemeinsam mit einer vorherigen Schmerzmittelgabe für den postoperativen Wundschmerz erfülle das Betäubungsverfahren mit Isofluran die vom Gesetzgeber ab dem 1. Januar 2019 geforderte Schmerzfreiheit. „Anderslautende Behauptungen entbehren einer wissenschaftlichen Grundlage, sind ideologisch motiviert oder beziehen sich möglicherweise auf Geräte anderer Hersteller“, so der Vorstandssprecher.

Mit einer Zulassung von Isofluran sei in den nächsten Wochen zu rechnen, da die notwendigen Rückstandsuntersuchungen abgeschlossen und im Amtsblatt der EU-Kommission veröffentlicht worden seien. „Die Anwendung in der Landwirtschaft könnte noch erleichtert werden, wenn die Isufloran-Anwendung durch den Landwirt per Verordnung erlaubt werden würde. Dazu müsste ein Sachkundenachweis entwickelt werden. Auch die Aufnahme einer finanziellen Förderung bei der Anschaffung durch das Agrarinvestitionsförderprogramm (AFP) könnte die Kosten des Verfahrens deutlich senken“, erklärt Dettmer. So könnten bei einer Anschaffungssumme von ca. 10.000 € und einer Förderung von 40 Prozent die Kosten auf 6.000 € für z.B. eine 4er Anlage reduziert werden.

„Der NEULAND e.V. stellt gerne seine Erfahrungen für die Schweinebranche zur Verfügung und hält weiterhin eine breite Wahlfreiheit für die Landwirtschaft erforderlich.“

 

Nachfragen bei Jochen Dettmer, Mobil: 0172/8126337