Qualitätsfleisch aus tiergerechter und umweltschonender Haltung

29.08.2019
Klimaschutz in der Tierhaltung: Ein Plädoyer für die bäuerliche Landwirtschaft

Umweltschutzverbände sind sich einig: Für den Klimaschutz muss die Zahl der Nutztiere in deutschen Ställen reduziert werden. Und damit auch der Ausstoß von Treibhausgasen. Abstocken fürs Klima – so lautet die Devise. Eine Reaktion auf die gemeinsame Forderung von Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), NABU, Greenpeace und Grüner Jugend, den Ausstoß von CO₂ (Kohlendioxid), Methan und weiteren Gasen aus der Nutztierhaltung drastisch zu senken. Laut Greenpeace-Agrarexperten seien die Klimagase aus der Landwirtschaft in den vergangenen 15 Jahren weitestgehend auf gleich hohem Stand geblieben. Vor allem der Sonderbericht des Weltklimarats (IPCC) zur Landnutzung feuert nun in Deutschland die Debatte über einen Kurswechsel in der Landwirtschaft an.

Umweltverbände fordern Kurswechsel in der deutschen Agrarpolitik

Bundesumweltministerin Svenja Schulte (SPD) kritisiert, „dass wir Soja importieren, um Tiere zu füttern, Tiere in einer Menge, dass wir mit der Gülle nicht mehr klarkommen.“ Deswegen sollten Betrieben nur so viele Tiere halten, wie auch Platz vorhanden sei. Ein indirektes Plädoyer gegen Massentierhaltung und für eine nachhaltige bäuerliche Landwirtschaft. So, wie sie bei NEULAND schon seit Jahrzehnten praktiziert wird. Die Weidehaltung ist nämlich keineswegs schlecht fürs Klima, im Gegenteil! Wiederkäuer auf der Weide haben eine wichtige Funktion für den Erhalt des Grünlands, das wiederum wichtig für den Klimaschutz ist. Vielmehr sind es die Rodung von Wäldern, u.a. für die Futtermittel- und Bioenergieproduktion, die intensive Tierhaltung und die Herstellung und übermäßige Anwendung von Stickstoffdünger sind die Hauptverursacher von landwirtschaftlichen Treibhausgasen.

Massentierhaltung verursacht mehr CO als das weltweite Verkehrsaufkommen.

Mittlerweile belegen Studien, dass die industrielle Fleischproduktion sogar mehr CO₂-Emissionen verursacht als alle Autos, Flugzeuge und Schiffe weltweit. Ein aktueller Bericht der UN ergibt 18 Prozent, das Worldwatch Institute verkündete, dass sogar 51 Prozent der Treibhausgase auf Futteranbau, Tierzucht, ausgestoßene Methan-Gase und Transporte zurückzuführen sind und Greenpeace errechnete sogar 70 Prozent. Deshalb schlagen die Umweltaktivisten vor, die Zahl der Rinder, Kühe, Schweine um je 3,5 Prozent zu reduzieren, um eine Million Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr einzusparen. Das sei neben der Koppelung an die Fläche auch machbar, wenn etwa die Tiere mehr Platz bekommen würden. Auch hier liegt NEULAND mit seinen Bestands- und Flächenobergrenzen seit Jahren richtig. Nichts desto trotz sollten wir die aktuelle Klimadebatte ernst nehmen und uns bewusst sein, dass sich da so leicht nichts mehr „gerade biegen“ lässt. Aber vielleicht sollten wir es auch als Ansporn sehen, in punkto nachhaltiger Landwirtschaft und besonders tiergerechter Haltung à la NEULAND genauso weiterzumachen wie bisher. Und auch als Bestätigung, dass dieser Weg der richtige ist. Denn der bewusstere Fleischkonsum ist ein wichtiger Schritt zur Umsetzung des Klimaschutzes. Und damit die Chance, dass immer mehr Verbraucher Qualität vor Quantität bevorzugen.  


Neuen Kommentar schreiben

0 Kommentare zu diesem Beitrag

Es wurde noch kein Kommentar zu diesem Beitrag geschrieben.