Pressemitteilung vom 16.02.09
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Die Verbraucherzentrale Hamburg e.V. und Slow Food haben eine Produktliste von Lebensmitteln veröffentlicht, welche das „Ohne Gentechnik"-Etikett tragen. NEULAND-Qualitätsfleisch ist selbstverständlich mit dabei.
Wie eine aktuelle Marktrecherche der Verbraucherzentrale Hamburg e.V. und von Slow Food ergab, findet man bisher nur vereinzelt mit „Ohne Gentechnik" gekennzeichnete Produkte.
Silke Schwartau, Ernährungsexpertin der Verbraucherzentrale Hamburg fordert die Verbraucher auf, gezielt nach „Ohne Gentechnik"-Produkten zu fragen. Sie sagt: „So lange der Gegenbeweis nicht angetreten wird, muss man davon ausgehen, dass tierische Produkte, die nicht mit ‚Ohne Gentechnik' gekennzeichnet sind, mit gentechnisch verändertem Futtermittel hergestellt wurden."
Viele Verbraucher konsumieren mangels Wissen und fehlendem Angebot gegen ihren Willen tierische Grundnahrungsmittel wie Milch, Eier und Fleisch, bei deren Erzeugung gentechnisch veränderte Futterpflanzen verwendet werden. „Das Etikett ‚Ohne Gentechnik' ermöglicht es Konsumenten, die gentechnikfreie Lebensmittel konsumieren wollen, mit gutem Gewissen und Genuss zu essen", so Ulrich Rosenbaum von Slow Food.
Seit über 20 Jahren verbietet NEULAND durch seine Richtlinien in allen Bereichen den Einsatz von Gentechnik, konnte diesem Umstand aber nie wirklich ausloben und sich gegenüber den Verbrauchern profilieren. Seit dem 1.Mai 2008 gilt nun aber eine neue Kennzeichnung und NEULAND ist eines von lediglich 17 anderen Labels „ohne Gentechnik".
Hier finden Sie eine Liste von Produkten mit „Ohne Gentechnik"- Kennzeichnung als PDF-Dokument von der Verbraucherzentrale Hamburg e.V. (rechte Maustaste; "Ziel speichern unter ...").
Hintergrundinformationen:
Seit Jahren lehnt die große Mehrheit der Verbraucher gentechnisch veränderte Lebensmittel ab. Wie Umfragen zeigen, wollen sie auch keine tierischen Produkte, bei denen die Tiere mit Gen-Pflanzen gefüttert wurden. Mangels Kennzeichnungs-Regelung konnten sie jedoch bei Eiern, Fleisch und Milch aus konventioneller Produktion nicht erkennen, ob Gen-Pflanzen verfüttert wurden oder nicht. Die seit dem 1. Mai 2008 gültige neue Kennzeichnung „Ohne Gentechnik" sollte hier Abhilfe schaffen. Sie signalisiert Verbrauchern, dass bei der Produktion gentechnisch unveränderte Pflanzen verfüttert wurden. Auch Beimengungen von gentechnisch erzeugten Zusatzstoffen, Aromen und Vitaminen in Lebensmitteln sind grundsätzlich verboten. Lediglich bei der Herstellung von Futtermitteln dürfen Zusatzstoffe, Aromen und Vitamine verwendet werden, die in geschlossenen Anlagen mit gentechnisch veränderten Mikroorganismen hergestellt wurden. Diese Mikroorganismen müssen jedoch im Verlauf der Herstellung wieder vollständig entfernt werden.
Quelle: Verbraucherzentrale Hamburg e.V.
(Zeichenanzahl inkl. Leerzeichen: 3831)