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Pressemitteilung vom 25.05.10

Grünlandverlust und Artenschwund muss gestoppt werden (I)

Belsdorf, Stapen. „Der mit den Grünlandverlusten einhergehende Artenschwund muss schnellstmöglich gestoppt werden.  Die Bundesregierung muss im Rahmen der Vorschläge für die EU-Agrarpolitik nach 2013 endlich handeln und natur- und klimaschützend wirtschaftende Betriebe, wie Bio- und Neulandhöfe und Schaf- und Ziegenhalter, stärker fördern. Zudem muss Grünlandumbruch im Hinblick auf den Klimawandel generell verboten werden,“ so Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer von NEULAND e.V. und Agrarsprecher des BUND anlässlich einer Wiesenbesichtigung beim NEULAND-Bauern Konrad Bohleke in Stapen, Landkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

„Wiesen und Weiden haben unersetzliche Funktionen für Klima- Boden- und Grundwasserschutz, sie beherbergen mehr als die Hälfte aller in Deutschland vorkommenden Arten und sind Teil unserer Kulturlandschaft. Allein zwischen 2005 – 2009 sind fast 4 % der Grünlandflächen in Sachsen-Anhalt verloren gegangen. Dies beweist: die Instrumente zum Grünlandschutz reichen nicht aus,“ so Dr. Heidrun Heidecke, Naturschutzexpertin des BUND.

Im Internationalen Jahr der Biodiversität (Vielfalt des Lebens), rufen der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND) und der NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung e.V. zum bundesweiten Wiesencheck auf. Mit der Aktion „Augen auf für unsere Wiesen und Weiden“ wollen der BUND und NEULAND Informationen über den Zustand des heimischen Grünlandes sammeln und die Bedeutung des Grünlandes im Rahmen der aktuellen Debatte um die Reform der EU-Agrarpolitik herausstellen. Dieser Wiesencheck ist Teil einer vom Bundesumweltministeriums und des Bundesamtes für Naturschutz initiierten geführten Wanderaktion für die biologische Vielfalt. (www.wandertag.biologischevielfalt.de)

„Bisher hat der Grünlandschutz bei der Debatte zur EU-Agrarreform eine zu geringe Rolle gespielt. Die Nutzung von artenreichem Grünland sollte stärker gefördert werden. Auch muss bei der Milchmarktpolitik die Nutzung von Grünland stärker in den Vordergrund gestellt werden“, so Jochen Dettmer weiter.

 

Das NEULAND-Qualitätsfleischprogramm aus besonders tiergerechter Haltung leistet mit seinen Haltungsvorschriften, wie Sommerweidenutzung einen Beitrag zur Biodiversität . NEULAND wird neben dem BUND noch vom Deutschen Tierschutzbund und der Arbeitsgemeinschaft Bäuerlicher Landwirtschaft getragen.

 

Informationsmaterialien zum Wiesencheck „Augen auf für unsere Wiesen und Weiden“ sind im Internet unter www.bund.net/wiese erhältlich.

 

Pressekontakt:

Dr. Heidrun Heidecke, BUND-Naturschutzexpertin, 0173/6062666 oder Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer von NEULAND e.V. und Agrarsprecher des BUND. 0172/8126337 ; An der Eiche 6, 39356 Belsdorf


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Kontakt

Jochen Dettmer
Bundesgeschäftsführer
NEULAND e.V.

An der Eiche 6
39356 Belsdorf
Email: jochen.dettmer@neuland-fleisch.de