Berliner Gastronomen müssen seit Kurzem zusätzlich blechen, wenn sie mit dem Label werben
Bislang erwähnten Gastronomen gern, dass sie ihr Fleisch von Betrieben beziehen, die dem Neuland-Verein angehören - steht der Name doch für Hühner und Schweine aus artgerechter Tierhaltung. Doch seit einiger Zeit fallen für Gastronomen in Berlin Gebühren an, wenn sie ihre Speisekarten mit diesem Label schmücken wollen. Nun sind die Restaurantbesitzer in der Hauptstadt nicht mehr gut auf Neuland zu sprechen...
LESERBRIEF
Belsdorf, den 22.1.12
Was würde wohl die taz oder andere Medien sagen, wenn sich herausstellt, dass Restaurant-Gäste teure NEULAND-Gerichte kaufen, aber gar kein NEULAND-Fleisch drin ist, sondern der Gastronom, ab und zu wenn er Lust hat, NEULAND-Fleisch zukauft. Ich glaube die Empörung wäre zu recht enorm, da es sich um Verbrauchertäuschung handeln würde. Umso erstaunlicher ist der Artikel in der taz, in dem NEULAND vorgeworfen wird, eine Extragebühr für die Zeichennutzung zu verlangen. Welch eine Abzocke. Scheinbar vergisst der Autor, dass Kontrolle auch Geld kostet. Dabei ist NEULAND mit 200 € Kontrollkosten im Jahr noch günstig. Biokontrolle ist unter 400 € nicht zu bekommen. Auch lassen wir den Vorwurf der mangelnden Fleisch-Qualität ohne Recherche nicht gelten, das hätten wir dann gerne schon konkreter. Es ist schon krass uns vorzuwerfen, wir würden der taz keine genauen Zahlen über die Gastronomiekontrolle und Verweigerung zukommen lassen, in einer Zeit wo wir die Grüne Woche und die Demo vom Samstag, „Wir haben es satt“, vorbereiten. Das Angebot steht nach wie vor, alle Karten nach der Grünen Woche offenzulegen, wenn die taz dann noch will. Der Skandal ist doch wohl, dass Berliner Gastronomen das NEULAND-Zeichen nutzen, ohne bereit zu sein, sich kontrollieren zu lassen. Da sollte die taz mal nachhaken.
Jochen Dettmer, Bundesgeschäftsführer
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