Hauptnavigation

Vorteile von Rindfleisch aus Weidehaltung

Kuhschnauze

Die Kuh ist kein Klimakiller oder warum Fleisch aus Weidehaltung besonders gut ist.

Rinder haben in der Klimadiskussion keinen guten Ruf: Die Kuh rülpst und furzt riesige Mengen Methan in die Atmosphäre – Die Kuh ist ein Klimakiller! So einfach ist dies aber nicht, es muss die Landwirtschaft mit den verschiedenen Systemen betrachtet werden.

In der industriellen Haltung werden die Kühe vom Weideland verdrängt und, anstelle von Gras, mit viel Kraftfutter gefüttert. Dies kann u.a. folgende Gründe haben:

  • Mangelnde Weideflächen,
  • Arbeitswirtschaftliche Erwägungen,
  • Zunehmende Konkurrenz um die Fläche.

Es gibt jedoch noch zwei Faktoren, die bei der Diskussion um die Kuh miteinbezogen werden müssen. Nicht nur Methan ist ein Klimagas, sondern auch das Lachgas, welches zur Düngung eingesetzt wird. Ebenso soll der positive Effekt, den grasende Wiederkäuer (dazu zählen auch Schafe) auf Humusbildung und Belebung der Artenvielfalt haben, nicht vernachlässigt werden.

Wiederkäuer können als einziges Lebewesen Grünland in Fleisch und Milch umwandeln und stehen daher nicht als Nahrungskonkurrenz zum Menschen. Sie pflegen jedoch die Landschaft und halten diese intakt. Auch bindet Grünland große Mengen Kohlenstoff, nicht nur im Grün, sondern auch im Boden. Mit jeder zusätzlichen Tonne Humus im Boden entlastet dies die Atmosphäre um mehr als 1,8 Tonnen CO2. Nachhaltige Beweidung fördert die Humusbildung und diese ist der Bürge für die Bodenfruchtbarkeit.

Durch die intensive Düngung von Monokulturen, wie Getreide, Mais und Soja, wird jedoch Lachgas ausgestoßen, dass das Weltklima genau so stark wie Methan bedroht. So werden 75 Prozent des gesamten Lachgasausstoßes in Europa von der Landwirtschaft verursacht. Laut Klimaforschern ist Methan 25 Mal klimaschädlicher als Kohlendioxid, Lachgas ist jedoch 296 Mal schädlicher. Bereits jetzt werden 1/3 der weltweiten Getreideernte an das Nutzvieh verfüttert.

Man darf also nicht die Kuh verteufeln, sondern man muss sich das landwirtschaftliche System anschauen, was hinter den Nutztieren steht. Grünland dient dem Klimaschutz und die Kuh ist dazu geschaffen, dieses Land zu nutzen, ohne es zu zerstören.

Immer mehr Agrarbetriebe lassen die Kuh jedoch nicht mehr auf die Weide, sondern füttern sie stattdessen mit eiweißreichem Kraftfutter wie Mais, Soja und Getreide. Dieses Futter können Wiederkäuer schlecht verdauen und kann besser dazu verwendet werden um z.B. Brot zu backen.

Bei NEULAND ist die Weidehaltung bei Rindern und Schafen Pflicht und sowohl gentechnisch verändertes Futter, wie auch Importfuttermittel verboten.

Sollten Sie Interesse daran haben, tiefer in das Themengebiet einzutauchen, empfiehlt sich das Buch von Frau Dr. Anita Idel „Die Kuh ist kein Klima-Killer. Wie die Agrarindustrie die Welt verwüstet und was wir dagegen tun können“, erschienen im Metropolis Verlag.