Qualitätsfleisch aus tiergerechter und umweltschonender Haltung

Information zur Ferkelkastration

Schweine, Ferkel, Neuland, Stroh, Strohhaltung, artgerecht

Wir sparen nicht an der Betäubung!

Mehr Tierschutz in der Schweinehaltung:
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ir zeigen, wie’s geht!

Um das Entstehen des typischen Ebergeruchs zu verhindern, werden in Deutschland jährlich mehr als 20 Millionen männliche Ferkel kastriert. Ohne Betäubung, bei vollem Schmerzempfinden werden den Ferkeln operativ mit einem scharfen Messer beide Hoden entfernt. Das deutsche Tierschutzgesetz erlaubt diese Qual noch bis zum 31.12.2020. Bis dann dürfen männliche Ferkel bis zum Alter von sieben Tagen ohne Betäubung kastriert werden. Eine tierquälerische Praxis, die nur wenigen Verbraucherinnen und Verbrauchern bewusst ist. 

Bei NEULAND ist das seit 2008 nicht mehr erlaubt. Bei allen NEULAND-Landwirten erhalten die Ferkel eine Kurzzeitvollnarkose mit dem auch in der Humanmedizin verwendeten Narkosegas Insofluran. Gleichzeitig wird den Tieren ein Schmerzmittel verabreicht, damit der Schmerz nach dem Aufwachen ebenfalls gemindert wird. Seit 2008 arbeitet NEULAND erfolgreich mit der Schweizer Betäubungsanlage PigNap von Walder Technik (ehemals agrocomp) zusammen.

Neben der Ferkelkastration mit Betäubung und Schmerzausschaltung werden die kastrationsfreien Methoden wie Ebermast und Improvac akzeptiert.

Wenn Sie mehr Information zur Ferkelkastration erhalten wollen, finden Sie hier die wichtigsten Fragen und Antworten.

Ausstattung der Betäubungsanlage

  • Betäubung mit ISOFLURAN/Trägergas Sauerstoff
  • Abschlussdichte, flexible Schnauzendoppelmaske nach Dr. Walker mit integrierter aktiver Restgasabsaugung und mechanisch-automatischer Verschlusstechnik
  • Einfache Handhabung mit Atembeutel
  • Anlage ist ausgerüstet mit 2-4 Ferkelhalterungen (Stationen)
  • Unabhängige Funktion der Stationen  mittels Ein- und Ausschalter

Erfahrungen aus der Praxis

  • 75-95 Sekunden, bis die Ferkel schlafen
  • Ferkel sind während des Eingriffs nicht bei Bewusstsein (2-4 Min.) und erfahren keinen Stress
  • praktisch keine Blutung
  • keine Unruhe oder Panik im Stall
  • 90-120 Sekunden nach dem Eingriff ist das Ferkel wieder bei vollem Bewusstsein
  • keine Schmerzen während und nach dem Eingriff
  • gute Wundheilung
  • normales Verhalten unmittelbar nach dem Aufwachen

Gesetzliche Grundlagen

In Deutschland ist Isofluran seit Herbst 2019 zugelassen und kann mit dem Hoftierarzt ohne Umwidmung eingesetzt werden. Mit Veröffentlichung der Ferkelbetäubungssachkundeverordnung am 8. Januar 2020 hat der Gesetzgeber die Möglichkeit eröffnet, dass Landwirte nach Durchführung eines 12 stündigen Sachkundenachweis , die Betäubung selber durchführen zu können.

Ab 1.1.2021 ist die betäubungslose Ferkelkastration gesetzlich verboten.

Veterinärmedizinischer Hintergrund

Für den Ebergeruch verantwortlich sind der Sexuallockstoff Androstenon und Skatol. Die Synthese beginnt bereits im Ferkelalter und steigt während der Wachstumsphase – besonders ab einem Gewicht von ca. 90 kg an. Beim Erhitzen des Fleisches kann das leicht flüchtige Androstenon entweichen, das einen schweiß- und urinähnlichen Geruch hat. Dieser wird von vielen deutschen Verbrauchern als sehr unangenehm empfunden. Daher verzichtet NEULAND auch auf die Ebermast, die von einigen großen Fleischunternehmen betrieben wird. NEULAND fehlt die Möglichkeit, geruchsanfälliges Fleisch zu verwerten.

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