Zur öffentlichen Anhörung am 13.4.26 des Ausschusses für Landwirtschaft, Ernährung und Heimat des Deutschen Bundestages zum Antrag der Fraktion die Linke (Drucksache 21/139) vom 13.5.2025 „Eine Tierschutzgesetz, das Tiere wirksam schützt“

Belsdorf, 13.04.2026

Keine verpflichtende Videoüberwachung in Schlachtbetrieben für kleine Schlachtbetriebe einführen!

Der NEULAND-Verein ist als landwirtschaftlicher Fachverband, mit seinem angeschlossenen Qualitätsfleischprogramm, seit 1989 Pionier bei besonders tiergerechten Haltungsverfahren in der Nutzierhaltung, bei der Kennzeichnung und Vermarktung und begrüßt daher das Ziel des Tierschutzgesetzes zur Sicherstellung des Tierschutzes auch beim Schlachten, aber mit einer Ausnahmeregelung für kleine Schlachtbetriebe, wie in der Gesetzesnovelle des BMLEH (Referentenentwurf vom 3.2.26) vorgesehen.

„Insbesondere begrüßen wir die vorgesehene Ausnahmeregelung für Schlachteinrichtungen, in denen jährlich weniger als 1.000 GVE Säugetiere oder 150.000 Stück Geflügel oder Kaninchen geschlachtet werden und lehnen daher den Vorschlag der Fraktion die Linke ab keine Ausnahmeregelung zu erlassen.

Mit einer Ausnahmeregelung werden die strukturellen Nachteile der handwerklichen Schlachtung, insbesondere der selbstschlachtenden Metzger und Hofschlachtstätten berücksichtigt. Eine verpflichtende Videoüberwachung würde bei diesen Betrieben nicht nur zu finanziellen Belastungen führen, sondern würden ein Klima des Misstrauens befördern, welches angesichts der relativ wenigen Beanstandungen in diesem Bereich, nicht angebracht und angemessen ist. Gerade die handwerklichen Schlachtbetriebe erfüllen eine wichtige Funktion zur Ernährungssicherheit, wie bei der Coronakrise deutlich wurde und leisten einen wichtigen Beitrag zur Regionalentwicklung und regionalen Wertschöpfung. Daher würden weitere zusätzliche Belastungen, wie eine verpflichtende Videoüberwachung, zu einer Entmutigung führen und keineswegs Tierschutzprobleme lösen. Der NEULAND-Verein hat schon immer den Standpunkt vertreten, dass Tierschutzprobleme nicht über das Ordnungsrecht zu lösen sind, es sei denn, man will die Nutztierhaltung abschaffen. Vielmehr ist der Ausbau des nachhaltigen Konsums, gemäß den Vorschlägen der Borchert-Kommission, das richtige Instrumentarium zur Lösung  von Tierschutzproblemen,“ so Jochen Dettmer, Vorstandssprecher von NEULAND e.V.

Nachfragen unter: 0172/8126337

Das könnte Dich auch interessieren

Pressemitteilung

Das NEULAND-Label erfüllt als Nachhaltigkeitssiegel die Anfordergen an die EmpCo-Richtlinie

Belsdorf, den 30.9.26 Am 27. September 2026 ist die EU-Richtlinien „Empowering...

weiterlesen
Pressemitteilung

NEULAND unterstützt Tag der Regionen: Heimat schmeckt, NAH versorgen – GUT für morgen!

Unter dem Motto „NAH versorgen - GUT für morgen“ führt der Bundesverband der Regionalbewegung den Tag der Regionen 2026 bereits...

weiterlesen
Pressemitteilung

Direktklage beim Europäischen Gericht gegen Neue Gentechnik-Verordnung (NGT) eingereicht: Breites Klage-Bündnis...

Berlin, den...

weiterlesen
Pressemitteilung

NEULAND unterstützt Verbändeposition zu Grünland bei der GAP 2028

Die tierhaltenden Grünlandbetriebe haben ohne Vergütung der mit der Bewirtschaftung des multifunktionalenGrünlandes...

weiterlesen
Pressemitteilung

Der NEULAND-Verein fordert wiederholt:„Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung muss weitergehen !“

am 12.2.26 haben auf Einladung des NEULAND-Vereins der Niedersächsische Ministerpräsident Olaf Lies und die Landwirtschaftsministerin...

weiterlesen
Pressemitteilung

Sommerfest der Niedersächsischen Landesvertretung in Berlin

Foto: Privat

weiterlesen
Pressemitteilung

Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung muss weitergeführt werden

Belsdorf, den 27.5.26 In einem Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil...

weiterlesen
Allgemein

NEULAND unterstützt Verbändepapier zur Weidetierhaltung

Unsere identitätsstiftenden Kulturlandschaften wurden und werden in hohem Maß von Weidetieren gestaltet und können nur durch sie...

weiterlesen
Pressemitteilung

Ministerpräsident Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte auf NEULAND-Betrieb Asbrock

Besichtigung des NEULAND-Betriebes Asbrock in Melle mit...

weiterlesen
Pressemitteilung

Chaotische Förderpolitik: Schweinehalter verunsichert

Am 21.1.2026 hat das ARD Wirtschaftsmagazin Plusminus einen Beitrag zur vorzeitigen Einstellung des Bundesprogramms Umbau der...

weiterlesen

Das ist Neuland

NEULAND ist ein historisch gewachsenes, von namhaften Trägerverbänden mitgegründetes und anerkanntes Qualitätsfleischprogramm, das für eine besonders artgerechte und umweltschonende Nutztierhaltung steht. Seit über 30 Jahren setzen wir uns für eine sichtbare Verbesserung der Nutztierhaltung ein.

Kontakt ins Neuland

Bei Fragen freuen wir uns hier über eine Kontaktaufnahme.