Der landwirtschaftliche Fachverband NEULAND e.V. setzt sich für eine Weiterführung des Bundesprogrammes Umbau der Tierhaltung ein.

Belsdorf, den 17.11.2025

Auf seiner jährlichen Mitgliederversammlung am 15.11.25 in Wunstorf setzt sich der landwirtschaftliche Fachverband NEULAND e.V. für eine Weiterführung des von der letzten Bundesregierung begonnenen Bundesprogrammes Umbau der Tierhaltung für die Unterstützung der laufenden Kosten und Investitionen in der Schweinehaltung ein. „Es ist unverständlich, dass Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer, den von der Borchert-Kommission vorgeschlagenen Weg zum Umbau der Tierhaltung abrupt beenden will. Mit dem Start des Bundesprogrammes 2024 wurde seitens der Politik bei den beteiligten Betrieben ein schutzwürdiges Vertrauen erzeugt, welches nicht gebrochen werden darf. Wir fordern daher von Bundesminister Rainer das Bundesprogramm Umbau der Tierhaltung, wie ursprünglich vorgesehen, bis 2031 fortzusetzen. Auch müssen die Kriterien wirklichkeitsnäher überarbeitet werden. So sollten die Tierhaltungskapazitäten für teilnehmende Betriebe bei der investiven Förderung bis zu den eingezogenen Bestandesobergrenzen von z.B. 2.000 Schweinemastplätzen angehoben werden können“, so der Vorsitzende des NEULAND e.V. Martin Schulz.

„Auch beim Tierhaltungskennzeichnungsgesetz erwarten wir vom BMLEH endlich einen Vorschlag, um die Probleme bei Downgrading, Registrierung und Ausländischer Ware zu lösen. Erweitert werden muss das Tierhaltungskennzeichnungsgesetz noch um die Integration von Sauen und Ferkel und die Einbeziehung von verarbeiteter Ware sowie Gastronomie und Gemeinschaftsverpflegung,“ so Jochen Dettmer, Vorstandssprecher vom NEULAND e.V.

In einem Grußwort sicherte die neue Staatssekretärin des Niedersächsischen Landwirtschaftsministerium, Frauke Patzke, die Unterstützung der Niedersächsischen Landesregierung zu. „Unsere Landwirtschaft steht vor großen Herausforderungen – vom Klimawandel über steigende Erwartungen der Verbraucherinnen und Verbraucher bis hin zu komplexen rechtlichen Vorgaben. Damit sind aber auch große Chancen verbunden: für mehr Nachhaltigkeit, Tierwohl und regionale Wertschöpfung. NEULAND zeigt seit über 30 Jahren, dass Innovationen, Zusammenarbeit und Dialog mit der Gesellschaft der Schlüssel für eine zukunftsfähige Landwirtschaft ist. Die Landesregierung wird diesen Weg weiter unterstützen – durch gezielte Förderung, Beratung und die Unterstützung des Ausbaus regionaler Wertschöpfungsketten. Für ihr Engagement gilt Ihnen mein ausdrücklicher Dank.“

Der NEULAND-Verein, heute landwirtschaftlicher Fachverband, ist seit 1988 Pionier in der Entwicklung besonders tiergerechter Haltungsverfahren, deren Kennzeichnung und Vermarktung.

Rückfragen bei: Jochen Dettmer, Vorstandssprecher NEULAND e.V. T:0172/8126337

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