Belsdorf, den 27.5.26
In einem Schreiben an Bundesfinanzminister Lars Klingbeil hat der NEULAND-Verein, den Bundesminister aufgefordert, weitere zusätzliche Mittel aus dem Kernhaushalt 2027 für die Weiterführung des Bundesprogrammes Umbau der Tierhaltung zu Verfügung zu stellen.
Damit unterstreicht der NEULAND-Verein einen gemeinsamen Appell an Bundeslandwirtschaftsminister Alois Rainer das Bundesprogramm weiterzuführen, Mittel bereit zu stellen und Zusagen einzuhalten. Der Appell von Ende März 2026 wurde neben dem NEULAND-Verein noch von der Arbeitsgemeinschaft Bäuerliche Landwirtschaft (ABL), dem Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, dem Bund deutscher Landjungend, dem Netzwerk Sauenhaltung Schleswig-Holstein und dem Offenstall-Verein getragen.
Vorausgegangen war die Bekanntgabe der vorzeitigen Beendigung des Bundesprogrammes im September 2025 mit einem Antragsende der Beantragung der Förderung der laufenden Kosten zum Ende 2025 und das Ende der Antragstellung für die investive Förderung zum August 2026, obwohl die Förderungen von 2024 – 2031 vorgesehen waren.
„Damit ging in der Landwirtschaft der Glaube an die Zuverlässigkeit von politischen Forderungen verloren und es klafft eine Lücke in der Finanzierung für den Umbau der Tierhaltung, die nicht durch zusätzliche Mittel für die Gemeinschaftsaufgabe „Verbesserung der Agrarstruktur und des Küstenschutzes“ ausgeglichen werden. Auch andere Verbände der Wertschöpfungskette sehen insbesondere für die Sauenhaltung einen Förderbedarf, vor dem Hintergrund dass Sauen haltende Betriebe gesetzlich bis 2029 verpflichtet sind das Deckzentrum umzubauen und bis 2036 den Abferkelbereich den gesetzlichen Anforderungen anzugleichen. Der NEULAND-Verein hat Mitte Februar 2026 während eines Betriebsbesuches auf einem NEULAND-Betrieb in Melle, Landkreis Osnabrück, mit einem Besuch vom niedersächsischen Ministerpräsidenten Olaf Lies und Landwirtschaftsministerin Miriam Staudte auf diesen Sachverhalt hingewiesen.
Wir haben deshalb Bundesfinanzminister Lars Klingbeil gebeten zu prüfen, für den Bundeshaushalt 2027 zusätzliche Mittel aus dem Kernhaushalt für die Weiterführung des Bundesprogrammes für die Sauenhaltung, Ferkelaufzucht und Mast zur Verfügung zu stellen. Damit kann nicht nur der Vertrauensverlust zurückgewonnen werden, sondern es wird auch ein wichtiges politisches Signal zur Sicherung der Schweinehaltung in Deutschland gegeben, auch vor dem Hintergrund, dass der Lebensmitteleinzelhandel das Angebot an Schweinefleisch bis 2030 ausschließlich von den höheren Tierwohlstufen beziehen möchte,“ so der Vorstandssprecher Jochen Dettmer vom NEULAND-Verein (Nachfragen unter 0172/8126337).
Der NEULAND-Verein ist seit 1989 Pionier in Haltung, Kennzeichnung und Vermarktung besonders tiergerechter Nutztierverfahren.







