Berlin, den 29.1.15: Die Trägerverbände vom NEULAND-Verein für tiergerechte und umweltschonende Nutztierhaltung haben auf der Mitgliederversammlung am 28.1.15 einen neuen Vorstand gewählt. Zum Vorsitzenden wurde Martin Schulz (Bundesvorsitzender der Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft), zum stellvertretenden Vorsitzenden Thomas Schröder (Präsident des Deutschen Tierschutzbundes) und als Schatzmeister Prof. Dr. Hubert Weiger (Bundesvorsitzender des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland) gewählt. Als Stellvertreter wurden für die Arbeitsgemeinschaft bäuerliche Landwirtschaft Martin Steinmann, für den Deutschen Tierschutzbund Dr. Brigitte Rusche und für den Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland Dr. Andreas Faensen-Thiebes gewählt.

Mit der Entscheidung der jeweiligen Verbandsvorsitzenden der Trägerverbände, selbst in die aktive Vorstandsarbeit einzusteigen wird auch deutlich gemacht, dass das NEULAND-Programm politisch und wirtschaftlich eine Zukunft hat. Alle Vorstandsmitglieder sind sich einig, dass das NEULAND-Programm als tierschutz- und umweltschutzpolitische Alternative zur herkömmlichen, konventionellen Tierhaltung in der Landwirtschaft mehr denn je gebraucht wird. Der bisherige Vorsitzende Wolfgang Apel hat nicht erneut kandidiert. Er war 20 Jahre Vorsitzender und gehörte als damaliger Präsident des Deutschen Tierschutzbundes zu den Gründern des NEULAND-Vereins. Die Trägerverbände haben das herausragende Engagement von Wolfgang Apel ausdrücklich gewürdigt. Durch die neue Struktur beim NEULAND-Verein, die eine stärkere Trennung des ideellen und wirtschaftlichen Bereiches vorsieht, entfällt zukünftig die Funktion des Bundesgeschäftsführers beim NEULAND-Verein. Der scheidende Bundesgeschäftsführer, Jochen Dettmer, wird zukünftig den Vorstand als Beauftragter für Projektmanagement und politische Kommunikation unterstützen.
Neben den personellen Entscheidungen hat der neue Vorstand nochmals nachdrücklich den Neuaufbau des NEULAND-Vereins und der Vermarktung unterstrichen. Zu dem Neuaufbau gehört unter anderem: Der NEULAND-Verein strukturiert die Kontrolle der Betriebe neu, insbesondere die Kontrolle der Warenflüsse im Programm. Die Kontrolldichte der externen zertifizierten Kontrollstellen wird verstärkt. Die Auswertung der Kontrollergebnisse wird auf eine breitere Basis gestellt und Aufgabe einer Kontrollkommission, in der die Trägerverbände direkt vertreten sein werden. Der Sanktionsmechanismus wird ebenfalls neu geordnet, um ihn effektiv anzuwenden. Gegründet werden soll zudem ein Markenverbund, den die Lizenznehmer, im Besonderen die Vermarktungsgesellschaften bilden. Der Markenverbund soll die Markenführung betreiben, also Werbung, Marketing und Akquise. Die Richtlinienhoheit bleibt allein beim NEULAND-Verein, ebenso mögliche Forschung und Öffentlichkeitsarbeit.
Der neue Vorstand des NEULAND-Vereins will jetzt seine ganze Kraft dafür einsetzen, um verloren gegangenes Vertrauen zurückzugewinnen. Zu den klaren Zielen beim Neuaufbau gehört auch, dass der NEULAND-Verein die Systemanerkennung durch das Tierschutzlabel/Premiumstufe des Deutschen Tierschutzbundes zeitnah anstrebt.

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