Wir haben die fatale Politik satt! – Agrarwende anpacken, Klima schützen!  Für eine bäuerlich-ökologischere Landwirtschaft und artgerechte Tierhaltung, für insektenfreundliche Landschaften und globale Solidarität

2020 stehen wichtige Entscheidungen für die Landwirtschaft und für das Klima an: Bei der EU-Agrarreform entscheidet sich, ob mit den Milliarden-Subventionen die Agrarwende gestemmt und das Insektensterben gestoppt werden kann. Mit einem Veto gegen das Mercosur-Freihandelsabkommen kann Deutschland mithelfen, die Feuer am Amazonas einzudämmen. Und für echten Klimaschutz müssen wir die Bundesregierung auch 2020 weiter unter Druck setzen.

Weil die Politik blockiert, rennt uns die Zeit weg. Bei der 10. Wir haben es satt!-Demo im Januar fordern wir mit Zehntausenden auf der Straße: Agrarwende anpacken, Klima schützen – Macht endlich eine Politik, die uns eine Zukunft gibt!

Essen ist politisch – für immer mehr Menschen!

In den letzten 10 Jahren ist eine starke Bewegung für gute Landwirtschaft und gutes Essen entstanden. Immer mehr Bäuer*innen bauen ihre Ställe um und erzeugen Lebensmittel ohne Gentechnik. Immer mehr Betriebe nutzen weniger Pestizide oder setzen komplett auf Bio. Bürgerinitiativen haben unzählige Tierfabriken verhindert, Volksbegehren kämpfen für Artenvielfalt und Foodsharing-Projekte retten wertvolle Lebensmittel vor dem Müll. Immer mehr Menschen kaufen konzernfreie Lebensmittel und essen weniger Fleisch. Gemeinsam zeigen wir, wie Agrar- und Ernährungswende geht.

Ackerland in Bauernhand!

Seit Jahrzehnten stemmt sich die Agrarlobby gegen jede Veränderung. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner lässt die Bäuer*innen bei den notwendigen Veränderungen allein. Sie will die Milliarden-Subventionen weiter denen geben, die viel Land besitzen – egal, wie sie wirtschaften. Mit staatlicher Unterstützung kaufen Investor*innen immer mehr Ackerland, während allein in den letzten 10 Jahren hierzulande 100.000 Betriebe aufgeben mussten. Schluss damit! Fördergelder nur noch für Bauernhöfe, die die Tiere gut halten, Umwelt- und Klima schützen und gutes Essen für uns alle herstellen!

Wir haben Agrarindustrie satt!

Die industrielle Landwirtschaft hat fatale Auswirkungen: Flächendeckender Pestizideinsatz tötet massenhaft Insekten. Zu viel Gülle verschmutzt unser Wasser. Für das Gensoja-Futter in deutschen Tierfabriken werden Regenwälder abgebrannt. Dumping-Exporte überschwemmen die Märkte im globalen Süden und berauben unzählige Bäuer*innen ihrer Existenz. Die Agrarindustrie heizt die Klimakrise und gesellschaftliche Konflikte gefährlich an – das müssen wir stoppen!

Auf die Straße – für das Klima und die Landwirtschaft!

Ob dürre Äcker oder abgesoffene Felder – die Klimakrise lässt sich nicht ignorieren. Die Wissenschaft warnt schon lange, dass wir den Planeten mit der aktuellen Wirtschaftsweise zugrunde richten. Obwohl Hunderttausende für das Klima streiken, kommen von der Bundesregierung nur Bankrotterklärungen. Das haben wir satt!

Zum Auftakt der Grünen Woche, wenn sich die Agrarminister*innen der Welt in Berlin treffen, bringen wir unsere Forderungen in die Schlagzeilen. Während drinnen über Landwirtschaft, Fördergelder und Mercosur geredet wird, zeigen wir draußen mit unserem Massenprotest klare Kante: Landwirtschaft und Gesellschaft müssen jetzt klimagerecht umgebaut werden!

Wir fordern von der Bundesregierung:

  • Die Agrarwende finanzieren – Bauernhöfe beim Umbau der Landwirtschaft nicht alleine lassen: Mit gezielten Subventionen und fairen Preisen sind artgerechte Tierhaltung und mehr Klima- und Umweltschutz machbar!
  • Klares Veto Deutschlands gegen das Mercosur-Abkommen: Für gerechten Welthandel, globale Bauernrechte und konsequenten Regenwaldschutz!
  • Nein zu den Industrie-Mogelpackungen: Gentechnik, Patent-Saatgut und der routinemäßige Einsatz von Pestiziden und Kunstdünger verschärfen die Klimakrise und den Hunger!Seid dabei: Kommt mit uns – der breiten, bunten und entschlossenen Bewegung – auf die Straße. Schnappt euch euren Kochtopf und schlagt mit uns Alarm für die Agrar- und Ernährungswende!

Wir haben es satt!-Demonstration: 18. Januar 2020 | 12 Uhr |Brandenburger Tor | Berlin

www.wir-haben-es-satt.de
Den offiziellen Flyer mit allen nötigen Infos zur Demo gibt’s hier:

WHES2020_flyer_web
(Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Link und wählen Sie „Ziel speichern unter …“.)

Was wir wollen:
Weltweites Höfesterben stoppen +++ Für gutes Essen für alle +++ Für artgerechte Tierhaltung und weniger Fleischkonsum +++ Für Ernährungssouveränität und gerechten Welthandel +++ Für Gentechnikfreiheit vom Acker bis zum Teller +++ Für Klimaschutz und mehr Ökolandbau +++ Für echten Insektenschutz und den Pestizidausstieg +++ Für eine sozial-gerechte und ökologische EU-Agrarreform (GAP) +++ Für das Ende des ungezügelten Wirtschaftswachstums +++ Für eine Landwirtschaft, die mit gesunden Böden das Klima schützt +++Für eine solidarische Welt – Geflüchtete willkommen +++

Wer wir sind:
Wir sind Bäuerinnen und Bauern, von konventionell bis bio, von Tierhaltung bis Ackerbau. Wir sind Bäcker*innen, Köch*innen, Verbraucher*innen, Imker*innen, Natur- und Tierschützer*innen, Umweltaktivist*innen, Aktive der Entwicklungszusammenarbeit, engagierte Jugendliche, Menschen aus Stadt und Land und viele mehr. Wir gehen seit 2011 gemeinsam auf die Straße – für gute Landwirtschaft und gesundes Essen!

Das könnte Dich auch interessieren

Pressemitteilung

NEULAND sieht Grüne Woche als Ideenmarktplatz zum Umbau der Tierhaltung !

Berlin, den 16.1.23
„Nach zweijähriger Pause der Internationalen Grünen Woche, freut sich der NEULAND-Verein wieder auf...

weiterlesen
Pressemitteilung

Auf die Trecker für eine gerechte Agrarwende!

Als Teil des Trägerkreises und damit Unterstützer der Treckerdemos im Januar zur IGW 2023 des Bündnisses "Wir haben es satt"...

weiterlesen
Pressemitteilung

NEULAND begrüßt Stellungnahme des Europäischen Wirtschafts- und Sozialausschuss für eine nachhaltige EU-Strategie...

Berlin, den 11.11.22

Der NEULAND e.V. begrüßt die kürzlich vom Europäischen...

weiterlesen
Martin Schulz AbL und NEULAND Vorstand
Pressemitteilung

NEULAND fordert Verbesserung des Kabinettsentwurfes zum Tierhaltungskennzeichnungsgesetz

Berlin, den 20.10.22

Der NEULAND-Verein hat in einer Stellungnahme an das...

weiterlesen
Pressemitteilung

Jörg Erchinger holt mit seinem Team den Titel der Metzger-WM

Unser Berliner NEULAND Fleischer Jörg Erchinger hat es geschafft! Gemeinsam mit seinem 5 köpfigen Team holte er bei der diesjährigen...

weiterlesen
Pressemitteilung

NEULAND mit neuer Vereinsspitze und neuen Strukturen – Satzungsänderung ermöglicht NEULAND-Betrieben aktive...

Berlin, den 7.4.22 Mit einer Neuausrichtung seiner Vereinsstrukturen und einem neuen Vorstand ermöglicht NEULAND Bäuerinnen und Bauern mehr Einflussnahme und...

weiterlesen
Pressemitteilung

Für Frieden in Europa

Die Lage in der Ukraine bestimmt aktuell unsere Nachrichten. Es herrscht Krieg mitten in Europa. Hunderttausende sind auf der Flucht. Auch in Deutschland kommen...

weiterlesen
Pressemitteilung

NEULAND unterstützt Transformationsprozess der Agrar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen

Belsdorf, den 11.3.22. Die Zukunft der Agar- und Ernährungswirtschaft in Niedersachsen stand am 9.März 2022 in der Paulinerkirche der Universität Göttingen...

weiterlesen
Pressemitteilung

„Wir haben es satt“ Demo abgesagt! NEULAND ruft zur Mitmach-Aktion auf!

Berlin, den 11.1.22. Der NEULAND-Verein für besonders tiergerechte Nutztierhaltung ist Mitglied eines Bündnisses von 60 Organisationen, die sich für eine...

weiterlesen
Pressemitteilung

NEULAND gratuliert der neuen Leitung im Bundeslandwirtschaftsministerium

Berlin, den 9.12.21. Der NEULAND-Verein für besonders tiergerechte Nutztierhaltung gratuliert der neuen Leitung des Bundeslandwirtschaftsministeriums und freut...

weiterlesen

Das ist Neuland

NEULAND ist ein historisch gewachsenes, von namhaften Trägerverbänden mitgegründetes und anerkanntes Qualitätsfleischprogramm, das für eine besonders artgerechte und umweltschonende Nutztierhaltung steht. Seit über 30 Jahren setzen wir uns für eine sichtbare Verbesserung der Nutztierhaltung ein.

Kontakt ins Neuland

Bei Fragen freuen wir uns hier über eine Kontaktaufnahme.